Vor gut 20 Jahren wurde Marina Abramovic zur Kronzeugin der Begründung einer „Ästhetik des Performativen“ (2004) durch die Theaterwissenschaftlerin Erika Fischer-Lichte. Gleich auf den ersten Seiten ihres Einführungskapitels führte Fischer-Lichte umfangreich zu Abramovics zweistündiger Performance „Lips of Thomas“, 1975 in der Innsbrucker Galerie Krinzinger aus, in der sie entkleidet ein Kilo Honig aß, einen Liter Rotwein trank, mit dem anschließend von ihr zerbrochenen Weinglas ein Pentagramm um eine an der Wand hängende Fotografie zeichnete, sich mit einer Rasierklinge ein Pentagramm in den Bauch ritzte, dann mit einer Peitsche den Rücken geißelte, bis auch dieser blutete, sich auf ein Kreuz aus Eisblöcken direkt unter einen Heizstrahler legte, der den geritzten Stern auf ihrer Bauchdecke verstärkt bluten ließ, bis einzelne Zuschauer die Tortur abbrachen, die regungslose Abramovic vom Kreuz nahmen und sie aus dem Raum trugen.
Fischer-Lichte extrahiert hieraus zwei für ihre Theorie wesentliche Axiome: Erstens würde die Beziehung zwischen Kunstproduzierenden und Publikum neu organisiert, würden die beteiligten Zuschauer zu Akteuren transformiert. Diese These reiht Fischer-Lichte in religiöse Rituale und Jahrmarktspektakel, mit denen Bußgesellschaften durch die Jahrhunderte Bußpraktiken und Strafrituale verrichteten und dadurch Affizierungen des Publikums stattfänden. Zweitens würde die Beziehung zwischen Körper und Material auf der einen Seite und deren Zeichenhaftigkeit auf der anderen Seite oszillieren: Pentagramm, Honig und Wein, das Kreuz wären als Zeichen zwar dechiffrierbar. Letztlich würde aber die Materialhaftigkeit der Handlung und das involvierende und transformierende Ereignis der Erfahrung, würden die „physiologischen, affektiven, volitionalen, energetischen und motorischen Reaktionen“, die zu Handlungen herausforderten, dominieren, statt sie verstehen zu wollen. Jetzt hätten wir es mit einem Ereignis zu tun, das kaum noch oder zumindest nicht mehr wie bisher separieren würde, etwa zwischen einem Publikum hier und einem Bühnengeschehen da, und das liminale Erfahrungen der Besuchenden in Gang setze. Mit dem Begriff der Liminalität knüpft Fischer-Lichte an die Ritualforschung an, die Grenz- und Übergangserfahrungen untersucht und mit dem sie die ästhetische Erfahrung als eine Schwellenerfahrung bestimmt.
Aus diesen beiden Verschiebungen und Neubestimmungen der Verhältnisse (erstens der Relation Subjekt/Objekt und zweitens Material bzw. Körper/Bedeutung) – leitete Fischer-Lichte für die Kunstgeschichte und Kunsttheorie einflussreiche Annahmen ab: In den frühen sechziger Jahren hätte in den Künsten der westlichen Kultur, in der bildenden Kunst, der Musik und Literatur sowie im Theater eine performative Wende eingesetzt. Eine neue Kunstgattung, die Aktions- und Performancekunst, wäre durch diesen Performativierungsschub entstanden. Diese Kunstgattung würde die wiederholt beobachtete Entgrenzung der Künste auf einen Begriff bringen. Auf den Wechsel vom Werk zum Ereignis und die Überarbeitung von bisherigen Relationen, weg von den referentiellen hin zu den performativen Funktionen müsse mit der Entwicklung einer neuen Ästhetik begegnet werden. Das war die Geburtsstunde von Fischer-Lichtes „Ästhetik des Performativen“.
Abramovics künstlerische Karriere ist von dieser performativen Wende geprägt, so wie sie diese Wende prägte. Nachhaltig ihre frühen Performances wie „Rhythm 0″ 1974 in Neapel, ihre gemeinsamen Performances mit Ulay, „Balkan Baroque“ auf der Biennale in Venedig 1997, ihre Gründung einer Stiftung für Performancekunst (MAI), die sich um den Erhalt und die Erforschung von Performancekunst kümmert oder auch ihre Einzelausstellungen unter anderem „The Artist is Present“ 2010 im New Yorker MoMA, so dass dasTime Magazine sie 2014 zu den 100 einflussreichsten Persönlichkeiten der Welt zählte.
2026 nun gastiert Abramovic mit ihrem „Balkan Erotic Epic“ im Rahmen der Performing Arts Season 2026/27 der Berliner Festspiele am Festspielhaus, für drei Stunden, ohne Pause, mit einer Altersempfehlung ab 16 Jahren. Vorher schon hatte Abramovic ihren Epos 2025 in Manchester bei Factory International und 2026 bei der Ruhrtriennale im Landschaftspark Duisburg-Nord als eine vierstündige immersive Version mit unzähligen Performer*innen, Tänzer*innen, Musiker*innen, Figurenspieler*innen und Videokünstler*innen aufgeführt und „Balkan Erotic Epic“ im Sommer 2026 als eine Kunstausstellung im Gropius Bau präsentiert. Hier nun im Auftrag der Berliner Festspiele als Deutsche Erstaufführung „The Stage Version“ vor einem sichtlich und hörbar begeisterten Heimpublikum. Zehn einzelne Szenen falten multimedial ein von Elke, der flämischen Wissenschaftlerin in weißem Kittel und mit großer Brille, zwischendurch anmoderiertes Ritual auf. Elke operiert als ein Scharnier zwischen der Performance und der Stage Version, zwischen Bühne und Publikum. Bei den Szenen handelt es sich beispielsweise um das Ritual, „die Götter einzuschüchtern, um den Regen aufzuhalten“ aus der Türkei des 11. Jahrhunderts, in dem sechs Frauen wiederholt ihre schweren schwarzen Röcke lüften und ihre nackten Vulven dem Himmel entgegenstrecken. Mit lautstark ekstatischen Schreien spreizen sie ihre Beine, um die Götter dazu zu bringen, die starken Niederschläge zu stoppen. Das Ritual „Liebestrunk 1“ aus Serbien des 16. Jahrhunderts schlägt die Rezeptur eines Getränks vor, das verhindern können soll, dass Frauen von ihren Männern verlassen werden. Eine gekochte und später dann gefilterte Mixtur aus Haaren und Menstruationsblut soll in einem Glas Rotwein dem liebenden Gatten übergeben werden und damit sicherstellen, dass seine Liebe niemals endet. Für den „Liebestrunk 2“ aus Süd-Dalmatien des 14. Jahrhunderts soll mit gleicher Absicht über Nacht ein Fisch in die Vagina eingeführt werden, um diesen am Morgen zu mörsern und in den Kaffee des Ehemannes einzurühren. Andere Rituale unter anderem aus Nordmazedonien, Albanien, Bosnien oder Bulgarien sollen vor Impotenz schützen, die Fruchtbarkeit von Obstbäume garantieren oder Geburten beschleunigen. Dabei spielen motivisch erigierte Penisse oder ejakulierende Männer eine dominierende Rolle.

Mit diesen Genitalien-fokussierenden Ritualen surft Abramovics Ensemble von gut 30 Sänger*innen, Tänzer*innen und Musiker*innen drei Stunden lang singend, tanzend, musizierend, schreiend, entblößend, brustmassierend, geißelnd, kopulierend nicht zeitlinear durch die Jahrhunderte und kreiert einen geografischen Kulturraum, der irgendwann als „Balkan Magic“ gefeiert wird. Eine Blechbläserband zelebriert zusammen mit Percussion, Akkordeon und Geige die einzelnen Stationen, die dramaturgisch mit der Lebensgeschichte von Abramovics Mutter Daria, so informiert das Programmheft, verwoben werden. Im Verlauf der Abfolge der Szenen, die zwischen Feiern, Gebeten, Beerdigungen und Befreiungen oszillieren, emanzipiert sich Daria von einer streng kontrollierten und kontrollierenden Tito-Partisanin zu einer begehrenden und begehrten Frau. Für Abramovic sei diese Inszenierung, so wird sie im Programmheft zitiert, „das Befreiendste“, das sie je für sich gemacht habe und damit auch „das Autobiografischste“, was sie je geschaffen habe.

Die in situ Performances auf der Bühne werden mit Videos meist in schwarz-weiss auf der Bühnenrückwand angereichert und damit bildlich multipliziert. Die anmoderierten Rituale werden mit leichtem und humorvollem Strich als animierte Schwarz-Weiß-Comics übergroß auf die Wand projiziert. Requisiten wie Tito-Fotografien, bunte Lichterketten, Skelette, Särge, Kreuze oder Grabsteine und Szenografien wie eine Balkan-Bar, ein in Nebel getauchter Friedhof oder eine schneiende Winterlandschaft erzeugen eine Abfolge enthemmter und entfesselter Rituale über Körper, Lebensenergie und Begehren, die auf der Bühne zu dem Satz „Long live our slavic faith“ verdichtet werden. Dem Ereignis auf der Bühne zufolge dürfte es sich bei Abramovics Konzept des Slawischen um etwas handeln, das partriarchalisch, monogam, gesangs- und tanzliebend, feierfreudig und polytheistisch aufgestellt ist, das Ackerbau und Viehzucht betreibt, Dinge und Helden verehrt, an Dämonen glaubt und Bräuche zelebriert.

Mindestens zwei Erkenntnisse ergeben sich aus Abramovic 2026 und Fischer-Lichte 2004:
Erstens: Hier, an diesem Ort, innerhalb von „Performing Arts Season“ und durch die „Stage Version“ einer ursprünglich als immersiven Version konzipierten Performance wird abermals plausibel, dass und warum Fischer-Lichte ihre Theorie zur „Ästhetik des Performativen“ nicht oder nur partiell anhand von Theateraufführungen entfaltet hat. Stattdessen orientierte sie sich in ihrer Theoriebildung vornehmlich an Beispielen der Performancekunst, bei denen tradierte Trennungen, wie etwa die von Zuschauerraum und Bühne, ohnehin aufgehoben sind. Die „Ästhetik des Performativen“ muss augenscheinlich an anderen Orten, wie zum Beispiel im klassischen Theaterdispositiv, in dem das Publikum getrennt von der Aufführung im Zuschauerraum im Modus einer distanzierten Betrachtung verbleibt, noch einmal anders gedacht und konzipiert werden, der „Performativierungsschub“ anders beobachtet werden. Denn sie begrenzt sich nicht auf die von Fischer-Lichte für eine „Ästhetik des Performativen“ extrahierten Kennzeichen Autopoiesis, Emergenz, Unvorhersagbarkeit und Unwiederholbarkeit. Eine „Ästhetik des Performativen“ kann nicht nur auf die Gattung der Kunstperformance beschränkt und mit ihr in eins gedacht werden. Die Ausrichtung von „Balkan Erotic Epic“ auf eine überwältigende Wirkungserzielung jedenfalls lässt ein anderes Ereignis entstehen als dasjenige, von dem Fischer-Lichte behauptete, dass es „eine neue, eine eigene Wirklichkeit“ (2004, S. 19) konstituiere und zuallererst in seinen Auswirkungen erfahren würde. Hier wirken die Parameter des jeweiligen Dispositivs, und dazu gehören an diesem Abend der Ort, die Architektur, die Institution, aber auch dem Dispositiv zugehörige Signalelemente wie Bühne, Szenografie, Licht und Requisite sowie die wirksamen kulturellen Bezüge, die Erwartungshaltungen und das Verhaltensrepertoire. Und damit wirken auch hier performative Operationen, die nicht gattungszentriert und -begrenzt zu denken sind. Das Transformationspotential für die an Performances Beteiligten, die Fischer-Lichte mit ritualtheoretischen Konzepten des Rollenwechsels, der Liminalität und der Rahmenkollision stützt, ist empirisch ohnehin nicht zu belegen. Das begeisterte Publikum, das vornehmlich, wie ich hören konnte, verschiedene slawische Sprachen sprach und abschließend das Ensemble euphorisch feierte, erlebte einen auf mehreren Ebenen opulenten Abend. Dass aber eine „leibliche Ko-Präsenz von Akteuren und Zuschauern“ als eine Variante körperlicher Intersubjektivität stattfand, dass liminale Erfahrungen der Besuchenden in Gang gesetzt wurden und die ästhetische Erfahrung als eine Schwellenerfahrung stattfand, ist fraglich.
Zweitens und eng mit erstens verbunden: Es wird offenkundig, dass Fischer-Lichtes Theorie zur „Ästhetik des Performativen“, mit der sie den zuvor schon erarbeiteten Theorien des Performativen 2004 eine ästhetische Theorie der Aufführung hinzufügt und dafür an Beispielen der Performancekunst entfaltet, zu einem eklatant methodischen Gründungsfehler führte, der uns noch heute davon abhält, das Performative unabhängig von Performances im Kunstfeld zu entdecken. Fischer-Lichte wendete nach etwa 15 Jahren den kulturwissenschaftlich seit den 1990er Jahren stark akzentuierten Begriff der Performativität für die Theaterwissenschaft an und griff für ihre Argumentation empirisch verengend auf künstlerische Performances zurück, und das, obwohl sie gleichzeitig schon beobachtete, dass eine „Ästhetik des Performativen“ die Bereiche Kunst, soziale Lebenswelt und Politik kaum voneinander trennen könne. Als performativ gilt aber, was als Kunstperformance bezeichenbar ist. Mit dieser Gattungsvereindeutigung und Synonymsetzung verdeckte Fischer-Lichte die konstitutiven Unterscheidungen von Performativität, Performance und Performativ. Der Effekt ist auf mehreren Ebenen folgenreich: Definitions-, Identifikations- und Erkenntnisfragen zum Begriff der Performativität werden einzig in der Optik künstlerischer Performances behandelt. Performativitäten in anderen künstlerischen Gattungen, für Grenzbereiche und Grenzüberschreitungen des Kunstfelds, ja selbst für Fachbereiche und Disziplinen bleiben unberücksichtigt – stärker noch formuliert: sie bleiben verborgen, verdeckt, versenkt. Und damit bleiben die Potentiale von Performativitäten im Kunstfeld und des beobachteten Performativierungsschub ungehoben. Um Plausibilität herzustellen musste Fischer-Lichte ihre eigenen Grundprämissen streng fundamentalistisch aufstellen: Fischer-Lichte setzt „Kunst“, ohne deren Grundprämissen zu klären und nutzt das Repertoire des Performativen für einen Methodenimport inside the box. Weder scheint von Interesse zu sein, mittels performativer Akzente den Ausgangsgegenstand, „die Kunst“, zu analysieren und Grenzdebatten zu führen, noch findet eine vertiefende Diskussion des Performativitätskonzepts im Verhältnis zum Fach und dessen Prämissen statt. Das alles ist für den Aufschlag einer Theorie absolut anerkennenswert, nur kann es nicht bei der Darlegung bleiben. Die Fortsetzung für das Kunstfeld steht aus …
Im Auftrag von Berliner Festspiele; Factory International, Manchester; Gran Teatre del Liceu; Malta Festival, Pozna?; Park Avenue Armory; Ruhrtriennale; Les Théâtres de la Ville de Luxembourg; und WestK Performing Arts, Hong Kong.
Produziert von Factory International, Manchester.
Marina Abramovic – Künstlerin, Regie, Konzept, Design
Georgine Maria-Magdalena Balk – Co-Regie
Blenard Azizaj – Choreografie
Billy Zhao – Regie Durational Performance
Nabil Elderkin – Filmregie
Marko Nikodijevic – Komposition
Luka Kozlovacki – Komposition, Sounddesign
Urs Schönebaum und Georg Veit – Lichtdesign
Anna Schöttl – Setdesign
Roksanda Ilincic – Kostümdesign
Sonia Alcón – Regie Animation
Fredrik Nordbeck – Co-Regie Animation
Marco Anelli – Fotografie
Svetlana Spajic – Künstlerische Beratung, Gesang
Aleksandar Timotic – Künstlerische Beratung, Gesang
Dragana Jovanovic – Künstlerische Beratung, Gesang, Bandleader
Elke Luyten – Performance-Künstler*in, Mitentwicklung der Rolle
Maria Stamenkovic Herranz – Performance-Künstlerin, Mitentwicklung der Rolle
Rowan Schratzberger – Stager, Assistenz Choreografie
Elena Cattardico – Assistenz Choreografie
Helene Schönebaum – Assistenz Setdesign
Tigger Blaize – Intimitätskoordination
Shanti Freed – Kostümkollaboration und -aufsicht
Rafi Gokay Wol – Künstlerische Beratung, Executive Producer für Marina Abramovic
Yasemin Kandemiroglu – Künstlerische Beratung, Producer für Marina Abramovic
Bis zum tosenden Applaus war nicht klar, ob in der Schlussszene auf den fäkalienerprobten Brettern der Berliner Volksbühne tatsächlich wie am Fließband Körperflüssigkeiten ausgeschieden, aufgewischt und wieder neu entleert wurden – Körperflüssigkeiten in verschiedenen Beige-, Rot- und Brauntönen, die sich in unterschiedlichen Festigkeiten auf dem Bühnenboden ergossen und dazu führten, dass die knapp 20 Akteurinnen nackt oder in kurzen weißen Arztkitteln und mit OP-Hauben auf ihren Köpfen ausrutschten, sich wieder aufrafften und erneut wegschlitterten. So entstand eine riesige Slapstick-Sauerei mit vier oder fünf sowohl munter als auch schamvoll ausscheidenden weiblichen Körpern, mit Fontänen spritzenden, aufgesockelten WC-Schüsseln und mit gut dreifacher Menge an weiblich medizinischem Personal, das mit Mullbinden, Reinigungsmaterial und Aufwischeimern diesen Kloake-Explosionen nicht „Herr“ werden konnte. Diese Szenerie wurde ein wenig mit von oben rieselnden Schneeflocken beruhigt, die sich in einem kühl diffusen Licht im Laufe der Zeit poetisch auf die Sauerei legten und die Dringlichkeit der Endzeitstimmung theatral abdichteten. Über allem drehte auf dem Dach eines auf der Bühne platzierten White Cubes aus Glas eine nackte Schlittschuhläuferin ihre Pirouetten und selbst nachdem die Akteurinnen sich nach einmaliger Verbeugung verabschiedet hatten und auf die Seitenpanele der Volksbühne in großen schwarzen Buchstaben „NO END“ projiziert wurde, tanzte und tanzte sie auf ihren gut 20 Quadratmetern Grundfläche, während der Schnee weiter rieselte, der dystopische Elektrosound lautstark dröhnte und das Volksbühnenpersonal schon die Bühne abräumte. Spätestens hier wurde klar, dass es sich um künstliche Fäkalien handelte, denn im Zuschauerraum der Volksbühne verbreitete sich ein chemikalischer Geruch. © Mayra Wallraff Florentina Holzingers „A Year Without Summer“ wirkt am Ende des heißen Sommers 2026 mit 550.000 Hektar in Europa abgebrannter Fläche und mit über 16 Tausend Toten allein in Deutschland einigermaßen anachronistisch. Denn während sich die Lage des Planeten weiter politisch, klimatisch und militärisch aufheizt, erzählt Holzinger die umgekehrte Richtung: Uns würde – und hierfür stünde pars pro toto die westliche Medizinhistorie, die sich von einer Sorge um den verletzten und zu heilenden Körper zu einer Sorge um den unendlich lebenden und das Altern überwindenden Körper wandelt – der Gegenstand der Medizin und die fürsorgende Wärme abhanden kommen. Im Format eines Musicals erzählt sie eine Geschichte, die mit der Monstererfindung von Dr. Frankenstein durch Mary Shelley an einem Tag ohne Sommer im Sommer 1816 am Genfer See gestartet hätte, ein Tag, an dem ein Vulkanausbruch den Himmel mit Asche verfinsterte, die Sonne verschwinden ließ und sich Shelley mit Gleichgesinnten in ein Haus am Genfer See rettete, um Hoffnung in Gruselgeschichten zu finden. Flankiert wird dieser Plot mit musikalischen Episoden unter anderem zum NS-Verbrecher Adolf Mengele, der als Lagerarzt in Auschwitz an Zwillingen, Frauen, kleinwüchsigen Menschen sowie Sinti und Roma Medizinverbrechen vornahm oder zu Sigmund Freud, der mit seinen psychoanalytischen Theorien von sogenanntem Penisneid, sogenannter Kastrationsangst und sogenannter Hysterie den weiblichen Körper, die weibliche Psyche und die weibliche Sexualität zu domestizieren oder zu pathologisieren versuchte. Dr. Frankenstein wirft hier als Experiment die lange Fluchtlinie der Monsterschaften, die auf Körper marginalisierende und disziplinierende Macht ausüben, bis in das 21. Jahrhundert hinein. Doch wenngleich dieser Handlungsstrang auf der Bühne erzählt, im Programmblatt notiert und in den Rezensionen wiederholt wird und er zeitlinear im Stil eines Musicals mit sich lose aneinanderreihenden Dialogen, mit Gesang, Tanz-, Revue- und Akrobatikeinlagen, mit tanzenden Infusionsständern, akrobatischen Trampolinsprüngen, Federboas und amputierten Armen aus Pappmaché dramaturgisch kreiert wurde, die eigentliche Geschichte ist eine andere: nicht die einer Entfremdung und Abkühlung, die in Form eines musiktheatralischen Musicals schon allein durch das Genre humorvoll, ja komisch und heiter, manchmal auch albern und kitschig und dramaturgisch nicht sehr konzise und medizinhistorisch informiert konterkariert wird. © Nicole Marianna Wytyczak Ihre großen Momente hat die Inszenierung, wenn Holzinger im Format der Performances hinein- oder besser herausinszeniert, wenn sie ihren Akteurinnen – und sie ist eine davon – Zeit und Raum gibt, inmitten des Theatersettings (Sound, Musik, Licht, Requisiten, Nebel) in situ Situationen zu entwickeln. Und diese Gelegenheiten gibt sie als dramaturgische Klammer am Ende der Inszenierung und am Anfang: Gleich zu Beginn entledigten sich 18 Akteurinnen – unterschiedlichen Alters, von Twens bis über 80-jährige Frauen, mit unterschiedlichen Hautfarben und körperlichen Versehrtheiten – ihrer Kleidung, sie näherten sich in warmem Licht und Nebel einander an, begannen, sich in immer wieder ändernden Konstellationen zärtlich zu umarmen, zu streicheln und zu küssen, bis sich unter dem begleitenden Sound von Elektrobeats eine intensive Begehrensfeier auf der Bühne entwickelte, die zu keinem Moment Pornografisches evozierte, da sie durch das warme Licht und den Nebel eine intensive Intimität von sich umeinander sorgenden Körper ermöglichte, schützte und wahrte. Unter Wagners Fanfaren und Trommeln entstand ein Moment vom „Ursprung der Welt“, nicht nur textlich auf die Bühne projiziert, sondern auch installativ, indem auf der Bühne ein riesiges Stück Stoff zu dem „Ursprung der Welt“ von Gustave Courbet von 1866 aufgeblasen wurde. Während Courbet die Vulva eines nackten, weißen Frauentorsos als Bildmotiv seines naturalistischen Ölgemäldes (46 × 55 cm) wählte (das Bild war zwischenzeitlich im Eigentum des französischen Psychiaters und Psychoanalytikers Jacques Lacan, der eine Freud-Relektüre initiierte), wurde hier der „Ursprung der Welt“ überdimensioniert als ein aufblasbarer hellbrauner XXL-Torso auf der Bühne installiert und die Vulva zu einer Tür von der Hinter- auf die Vorderbühne für die Akteurinnen umfunktioniert. © Nicole Marianna Wytyczak Darüber entstanden eindrucksvolle bildkulturelle Momente, die statt von Kälte und Kühle von Fürsorge, Intimität, Wärme, Lust, Begehren und körperlichen Schönheiten erzählten. Holzinger unterläuft mit theatralen und performativen Mitteln Michel Foucaults Theoriekonzept der Bio-Macht – eine Machttechnologie, die seit dem 18. Jahrhundert disziplinierte Körper und eine re-produzierende Bevölkerung zur Erzeugung von Reichtum und Gütern hervorbringt – und performiert stattdessen eine Variante der Bio-Ermächtigung, bei der es sich nicht lediglich um eine kitschige oder nostalgische Idee der Rückbesinnung auf einen machtbefreiten menschlichen Körper handelt, der in den Kontrast zu aktuellen Technologien gestellt würde. Vier Roboterhunde wurden aus dem sie einsperrenden White Cube auf die Bühne entlassen, auch sie stellten später ihre Kompetenzen in den Dienst der medizinischen und betreuenden Umsorgung der menschlichen Körper. Und auch wenn das letzte Bild eines des kalten Lichts, des harten Sounds, der fehlenden Akteurinnen und einer einsamen Schlittschuhläuferin war, wehte der Hauch weiblicher und institutioneller Fürsorge. © Mayra Wallraff „A Year Without Summer“ ist eine künstlerische Subversion: Zunächst wird eine dystopische Science Fiction von Dr. Frankenstein durch ein Musical unterlaufen und stellt qua des Genres populäre Anschluss- und Rezipierfähigkeit her. Dann wird ein Musical durch künstlerische Performances unterlaufen, die die (wenn auch locker) komponierte Kausalität und Popularität des Musicals aufheben. Und dann finden nächste Subversionen statt, indem die künstlerischen Genres durch soziale Performativitäten unterlaufen werden: Das erzählte Dystopie-Performativ wird durch die künstlerischen und sozialen Performances zu einem Solidaritäts-Dispositiv gestört bzw. transformiert. Insofern wundert es auch nicht, dass es inmitten der Inszenierung heißt: „It’s a … [Pause] … fantastic musical!“. Mit diesem Schlüsselsatz findet eine explizite (und performative) Anbindung der Dramaturgie an kulturwissenschaftliche Performativitätsforschungen statt, die den Ausruf „Es ist ein Junge!“ oder „Es ist ein Mädchen!“ nach der Geburt als ihren „Ursprung der Theorien“ setzen und hierin eine performative Äusserung sehen, die Subjekte und mit ihnen ihre Geschlechtsidentitäten hervorrufen. Subversion ist dabei die emanzipatorische Handlungsmöglichkeit, nicht exakt zu wiederholen oder auf-/auszuführen, sondern Störungen in die Wiederaufführungen und zwar mittels Performances und Theatralitäten einzubauen und darüber Verschiebungen zu produzieren. Um auch hier zu stören und eine nächste Verschiebung einzubauen: „It’s not a musical, dear Florentina, it’s …“ – etwas anderes . ;) Am 10. Oktober 2026 haben Florentina Holzinger und ihr Team die Ehrung als eine der „10 bemerkenswertesten Inszenierungen des deutschsprachigen Raums“ des Theatertreffens 2026 in der Berliner Volksbühne in Empfang genommen: Saioa Alvarez Ruiz, Liane Jil Apel, Andrea Baker, Bear Boy, Sofia Borges, Born In Flamez, Gibrana Cervantes, Renée Copraij, Beatrice Cordua, Sophie Duncan, Luz de Luna Duran, Bláthin Eckhardt, Renée Eigendorff, Fibi Eyewalker, Paige A. Flash, Florentina Holzinger, Sahel van K, Chris Kringel, Annina Machaz, Achan Malonda, Ingeborg Middendorf, MING, Xana Novais, Netti Nüganen, otay:onii, Constanza Pérez de Lara Bonatti, Sue Shay, Gitti Ulm, Bärbel Warneke, Lucy Wilke. Herzlichen Glückwunsch! © bkb, 2026. Florentina Holzinger – Regie, Choreografie, Performance Born In Flamez, Gibrana Cervantes, Stefan Schneider – Musikalische Leitung Born In Flamez, Gibrana Cervantes, Josephinex Ashley Hansis, Noah Reis Ramma, Stefan Schneider – Komposition Sofia Borges, Born In Flamez, Gibrana Cervantes, Bláthin Eckhardt, Paige A. Flash, MING, otay:onii, Stefan Schneider – Live-Musik Philipp Hülsenbeck – Weitere Musikproduktion, Mixing, Arrangements Stefan Schneider, Olivia Oyama – Sounddesign Fernando Belfiore, Sara Ostertag, Felix Ritter, Michele Rizzo – Dramaturgie Leonie Hahn – Dramaturgie Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Der Berliner Aktions- und Performance-Künstler Daniel Chluba wurde im Rahmen des von Lukas Pusch initiierten Formats der Antist, Zeitschrift der Wiener Avantgarde zu einer Ausstellungsbeteiligung in der Knoll Galerie Wien, Gumpendorfer Str. 18, Vernissage am 08.November 2017, 19:00 Uhr eingeladen, um dokumentierendes Material seiner in Wien durchgeführten Performance Hasskäppchen auszustellen. Die Performance fand unter anderem am 7. Oktober 2017 auf dem Stephansplatz in Wien statt. Gegen 11:00 wurde Chlubas Performance durch Polizeibeamte wegen eines vorgeblichen Verstoßes gegen das erst wenige Tage zuvor in Kraft getretetene Anti-Gesichtsverhüllungsgesetz abgebrochen und der Künstler in sogenannter Vorhaft genommen. In einem offenen Brief hatte der artLABOR e.V. 2017 die Interessen von Daniel Chluba formuliert. Drei Jahre später hat das Verfahren bemerkenswerte Wendungen durchlaufen, weshalb wir im November 2020 für Chluba nochmals ein Schreiben an das Verwaltungsgericht Wien sowie das Präsidium der Landespolizeidirektion Wien formuliert haben. Sehr geehrte XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX, mit Vollmacht vom 06.11.2020 (siehe S. 4) geben wir für Herrn Chluba die nachfolgenden Erklärungen ab. Aufgrund der aus unserer Sicht bemerkenswerten Abläufe und Vorkommnisse im Verfahren mit dem Geschäftszeichen VStV/0000000000/2017 halten wir es für gegeben, das Verwaltungsgericht Wien wie auch das Präsidium der Landes-polizeidirektion Wien über alle Erklärungen gleichermaßen zu informieren: 1. Fortgang des Verfahrens Herr Chluba verzichtet auf Verfassungsbeschwerde gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts Wien vom 28.08.2020 (Eingang am 17.10.2020). Die verfassungsrechtlichen Fragen, die wir in unserem Beschwerdeschreiben vom 14.12.2017 dargelegt und aufgeworfen haben, würden nach unserer Einschätzung und nach Rücksprache mit einem Verwaltungsrichter nicht thematisiert werden können. Es ginge allenfalls um die Fragen, ob eine Verfahrenseinstellung nach § 43 VwGVG oder ob die Versagung einer Revision vor dem Verwaltungsgerichtshof den Beschwerdeführer verfassungsrechtlich in seinen Rechten einschränkt oder nicht. Beides sind für den Beschwerdeführer derzeit keine bedeutsam zu klärenden Fragen. Auch wenn es zu einer ähnlichen Rechtsauffassung gelangte wie die Beschwerdeführerseite, wäre beim entstandenen oder herbeigeführten Verfahrensstand selbst dem Verwaltungsgericht Wien die Möglichkeit einer Prüfvorlage beim Österreichischen Verfassungsgerichtshof verstellt. Da die in der Beschwerde aufgeworfenen Fragen aus Sicht des Beschwerdeführers jedoch von einiger Bedeutung für gleichwertige Beurteilungen in unterschiedlichen Staaten der Europäischen Union sind und vor diesem Hintergrund auch die weiteren Einlassungen von Herrn Chluba verständlich werden, rufen wir den Beteiligten die verfassungsrechtlichen Fragen, die wir durch Vorlage beim Verfassungsgerichtshof zu prüfen beantragten, hier noch einmal in Erinnerung: 2. Stichtag und seine Folgen Zunächst festzuhalten ist, dass die Landespolizeidirektion Wien die Ablehnung des Antrags auf Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand mit § 43 Abs. 1 VwGVG begründet und das Verwaltungsgericht Wien dies als rechtmäßig bestätigt hat. Mit dieser rechtlichen Einordnung lässt sich nun aber auch ein Stichtag in den Blick nehmen, nämlich Freitag, der 15.03.2019. Denn das ist genau der Tag, an dem 15 Monate nach Einreichung der Beschwerde die Verjährung dieses Verfahrens einsetzte. Für die weiteren Verfahrensabläufe zeigt sich wohl XXXXXXXXXXXX verantwortlich, der, wenn unsere Recherchen es richtig einordnen, aufgrund langjähriger und verdienstvoller Tätigkeit für den Bundesstaat Österreich durch den Bundespräsidenten zudem als XXXXXXXX ausgezeichnet wurde. Wir können also davon ausgehen, dass auf Seiten der Landespolizeidirektion Wien kein Anfänger am Werk war, sondern jemand, der wusste, was er tat. Es kann auch davon ausgegangen werden, dass XXXXXXXX aus langjähriger Erfahrung weiß, dass ein Verfahren 15 Monate nach Einreichen der Beschwerde ohne rechtskräftiges Urteil verjährt und, wie das Gericht folgekonsequent entschieden hat, eine möglicherweise bestehende Forderung damit uneinbringlich ist. Schauen wir uns also an, was die Landespolizeidirektion Wien nach dem Stichtag 15.03.2019 in Gang gesetzt hat: Mit Datum 28.11.2019, also mehr als 8 Monate nach Eintritt der Verjährung des Verfahrens, verschickt Herr XXXXXXXX einhergehend mit der Tatsachenbehauptung, dass der Bescheid nun vollstreckbar sei, eine Mahnung in Höhe von € 115,- an Herrn Chluba. Dies geht einher mit der Drohung, dass der Geldbetrag durch Exekution hereingebracht würde und im Fall der Uneinbringlichkeit durch Ersatzfreiheitsstrafe vollstreckt würde. Herrn Chluba wurde damit also nicht nur eine falsche Tatsachenbehauptung, die bei ihm zu einer Vermögensverfügung führen sollte, entgegengehalten, ihm wurde bei Uneinbringlichkeit zudem mit einem empfindlichen Übel, in Form einer Haftstrafe gedroht. Abgesehen vom unzeitgemäß befremdlichen und auch irreführenden Vokabular lässt sich bei dieser Mahnung, so wie Herr Chluba dies auch in seinem Schreiben vom 18.12.2019 formuliert hat, vielleicht noch von einem bedauerlichen Irrtum sprechen. Etwas anders stellt es sich bzgl. der nachfolgenden Entwicklungen dar, die dann schon annähernd 12 Monate nach Verjährung des Verfahrens in Gang gesetzt wurden und ihren Höhepunkt etwa 15 Monate nach der Verjährung erreichten. Aufgrund unserer Einlassungen vom 19.02.2020 hat das Verwaltungsgericht Wien mit seinem Schreiben vom 26.02.2020 an die Landespolizeidirektion darüber aufgeklärt, dass die Beschwerde des Beschwerdeführers vom 14.12.2017 erstmalig durch Schreiben des Beschwerdeführers vom 19.02.2020 dem Gericht zur Kenntnis gelangte und fügte hinzu: „eine Vorlage durch die Behörde erfolgte bis dato nicht.“ Dem Schreiben des Verwaltungsgerichts Wien an die Landespolizeidirektion Wien war die Beschwerde des Beschwerdeführers vom 14.12.2017 dabei angefügt. Selbst wenn, wie später behauptet, die Beschwerde im Zuge des Verfahrens im Dezember 2017 oder etwas später nicht in die Akte gelangt sein sollte, dann musste die LPD Wien spätestens ab dem 26.02.2020 Herrn Chluba entlastet und sich selbst gleichermaßen erheblich belastet sehen. Dennoch erwirkte die Landespolizeidirektion Wien im Mai 2020 einen sofort vollstreckbaren Haftbefehl gegen Herrn Chluba und ließ am 02.06.2020 über das Berliner Finanzamt Prenzlauer Berg eine Vollstreckungsankündigung zustellen, in der ausdrücklich auf den durch die LPD Wien erwirkten Haftbefehl hingewiesen wurde. Erschwerend musste diese Drohung von Herrn Chluba empfunden werden, da bereits in der Mahnung vom 28.11.2019 nur die Möglichkeit der Zahlung eines Betrages von € 115,- als auflösende Handlung angeboten wurde. Es hat uns zwar nicht vollends überrascht, dass das Erfüllen wesentlicher Tatbestandsmerkmale des § 146 StGB durch die LPD Wien über die Begrenzung der Strafbarkeit mit § 7 Abs. 1 StGB gleich wieder aufgehoben wird, gleichwohl sehen wir im Verhalten der Landespolizeidirektion Wien mindestens Fahrlässigkeit, wenn nicht gar grobe Fahrlässigkeit erfüllt und erheben hiermit auch aufgrund des mithin doch sehr eigenwilligen Rechtsstaatsverständnisses der Behörde Dienstaufsichtsbeschwerden gegen 1. den XXXXXXXXXXXXXXXX sowie 3. Durchführung der Kunstperformance in Wien Bereits zweimal wurde die Kunstperformance Hasskäppchen in rechtswidriger Anwendung des Anti-Gesichtsverhüllungsgesetzes und mit Verstoß gegen die grundgesetzlich garantierte Kunstfreiheit durch Polizeibeamte in Wien abgebrochen und Herrn Chluba damit auch die freie Ausübung seines Berufes als Performance-Künstler verwehrt. Wir kündigen hiermit an, dass die Kunstperformance Hasskäppchen von Daniel Chluba erneut in Wien zur Aufführung gebracht werden wird und Herr Chluba einem nochmals rechtswidrigen Abbruch vorbereiteter begegnen wird, um ggf. die bereits in diesem Verfahren aufgeworfenen, aus unserer Sicht verfassungsrechtlich bedeutsamen Fragen tatsächlich zur Verhandlung zu bringen. Wie in der Vollmacht ersichtlich, machen wir abschließend auf die geänderte Postanschrift von Herrn Chluba aufmerksam: XXXXX Berlin Mit freundlichen Grüßen, erwin liedke [member of board, artLABOR e.V., Berlin] ANHANG Siehe auch: Performance-Kunst versus Anti-GesichtsverhüllungsgesetzBalkan Erotic EpicBerliner FestspieleErika Fischer-LichteLiminalitätPerformancePerformancekunstPerformativierungsschubPerforming Arts Season 2026/27RitualStage VersionÄsthetik des Performativen
„It’s not a musical, dear Florentina, it’s …“





A Year Without SummerberlinBio-ErmächtigungBio-MachtFlorentina HolzingerMusicalPerformancetheatertreffen 2026Volksbühne
Zur Kunstperformance Hasskäppchen von Daniel Chluba

2. die verantwortlich involvierten Mitarbeiter:innen der Landespolizeidirektion Wien.
Zur Kommunikation zeitgenössischer Kunst | For communication of Contemporary Art