Das große John-Bock-Wunderkammer-Imperium

…bis zum 31.08.2010 in der Temporären Kunsthalle Berlin mit dem Titel FischGrätenMelkStand.

In einem viergeschossigem Gerüstbau-Labyrinth zeigt die Ausstellung in Einzelkabinetten aus Stoffen, Sperrholz, Plexiglas, Campinganhängern oder Autoreifen mit so wundersamen Namen wie „Bonjour Tristess in der Kunstwohlfahrt“ oder „im Schatten der Made“, aber auch in Gerüstgängen und -auskragungen in die Höhe und Breite insgesamt etwa 150 Werke von über 60 Bock-Freunden und -kollegen wie Schlingensief, Kippenberger, Zobernig, Ackermann, Slominski oder Tiravanija.

Angereichert wird die unüberschaubare Materialschlacht mit Kuriositäten aus der Parapsychologie, musealen Filmmaschinen, Requisiten der Filmgeschichte oder Filmklassikern wie Sergio Leones „Spiel mir das Lied vom Tod“. Nicht zu vergessen die zeitgleich autorisierten 45 krabbelnden, kletternden, zwängenden, neugierigen, verwunderten, schwitzenden und amüsierten Besucher und viele weitere, vor der sur-/ir-/realen Wunderkammer-Installation wartenden.

Budenzauber oder Indiz für Entdifferenzierungsmassnahmen im Kunstsystem? Für ein Entkommen aus der sog. Isolationshaft des White Cube?

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