Baldessari in Berlin

Es hätte ein besonderer Abend werden können.
Die Galerie Sprüth Magers Berlin in der Oranienburger Str. präsentierte John Baldessari
im „Künstlergespräch“ mit Jan Schmidt-Garre.
Angekündigt war ausserdem eine Auswahl seiner „einflussreichsten Filme“.

Aus Wertschützung dieses kunsthistorischen Heros US-Amerikanischer Konzeptkunst der späten sechziger und siebziger Jahre verzichte ich darauf, mich über die massiven organisatorischen Mängel dieses Abends zu ärgern, die dazu führten, Baldessari (im Dunkeln) nur erahnen und seine Ausführungen akustisch nicht verstehen zu können. Es bleibt die Gewissheit, dass ihm vor etwa 40 Jahren Bedeutendes gelang, von dem er und sein Publikum noch heute zehren, so dass das Publikum dieses Abends genügsam die Einschränkungen in Kauf nahm.

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Gezeigt wurde in Baldessaris Beisein die dadaistische Lesson, einer Topfpflanze sowohl über akustischen als auch visuellen Kanal das Alphabet beizubringen:
„Teaching a Plant the Alphabet“, 1972, Video, 18:40min, schwarz/weiss.

Baldessari Teaching A Plant The Alp Creation

Abschließend dann die digitale Präsentation Baldessaris Tributs für Sol LeWitt aus dem Jahr 1972, dessen 35 Sentences on Conceptual Art von 1969 zu je unterschiedlichen Melodien zu singen:

Und hier noch ein Hinweis auf die aktuelle Berliner Ausstellung in der Galerie Sprüth Magers Berlin: Großformatige Prints zum Thema „hands and/or feet“ aus 2009.

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