{"id":3061,"date":"2019-05-20T16:19:17","date_gmt":"2019-05-20T15:19:17","guid":{"rendered":"http:\/\/artlabor.eyes2k.net\/?p=3061"},"modified":"2021-06-16T13:48:56","modified_gmt":"2021-06-16T12:48:56","slug":"73-stunden-antikenplot-in-installativer-gattungsmontage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/artlabor.eyes2k.net\/?p=3061","title":{"rendered":"7+3 Stunden Antikenplot in installativer Gattungsmontage"},"content":{"rendered":"<p><strong>I.&nbsp;<\/strong><b>Sprechtheater<\/b><\/p>\n<p>Noch bevor die 10 Stunden Antike &#8222;Dionysos Stadt&#8220; &nbsp;in der Regie von Christopher R\u00fcping auf der B\u00fchne des <a href=\"https:\/\/www.berlinerfestspiele.de\/de\/berliner-festspiele\/programm\/bfs-gesamtprogramm\/programmdetail_282732.html\">Berliner Festspielhauses<\/a> starten, entfaltet Nils Kahnwald im Prolog der St\u00fcckmontage ein zu bef\u00fcrchtendes Ausma\u00df der n\u00e4chsten 10 Stunden:<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p>In den hell erleuchteten Zuschauerraum, die 4. Wand durchbrechend, referiert er \u00fcber den zu erwartenden Ablauf, die 3 einkalkulierten Pausen, die englischen Untertitel an den W\u00e4nden, die zwingend anzuratende Toilettennutzung in der 2. Pause, sein bald stattfindendes Stagediving, f\u00fcr das er die Beteiligung des Publikums ben\u00f6tige, die zu antizipierenden K\u00f6rperbeschwerden in R\u00fccken, Augen und Gelenken, die Raucherampel, die bei gr\u00fcn Raucher auf die B\u00fchne einl\u00e4dt, szenisch zu rauchen, die zwei Tauben, die gegen das Scheinwerferlicht fliegen werden und damit ihrem Leben selbst ein Ende setzen, den Verdienstausfall eines angesprochenen Studierenden im Publikum, den er mit euro 50,- ausgleichen will, wenn dieser durchh\u00e4lt. Nach 10 Stunden sei dann alles vorbei, das Publikum h\u00e4tte Demut gelernt, um zu \u00fcberleben, in jedem Fall war im Prolog ein wohlwollendes Publikum kreiert \u2013 und so landet Kahnwald \u00fcbergangslos inmitten des ersten Teils des Antikenprojekts, das von den <a href=\"https:\/\/www.muenchner-kammerspiele.de\">M\u00fcnchner Kammerspielen<\/a> zum<a href=\"https:\/\/www.berlinerfestspiele.de\/de\/theatertreffen\/start.html\"> Theatertreffen 2019 nach Berlin<\/a> eingeladen wurde und analog der antiken Auff\u00fchrungspraxis mehrere Einzelst\u00fccke, drei Trag\u00f6dien und ein Satyrspiel \u00fcber mehrere Stunden hinweg kombiniert:<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Auch \u201e<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Prometheus\">Prometheus<\/a>\u201c, so Kahnwald, sei in Kenntnis und in Gebundenheit seines Schicksals gewesen, vom m\u00e4chtigsten Gotte&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zeus\">Zeus<\/a> bestraft, durchbohrt und angekettet worden. Prometheus, der Vorherdenkende oder Vorbedenker, kooperiert in Kenntnis von Zeus sp\u00e4terem Untergang mit den Menschen, bringt ihnen etwas Glut und mit dem Feuer die Grundlage f\u00fcr die Erfindung des Menschen \u2013 inklusive der F\u00e4higkeit, \u201eeine Bombe zu bauen\u201c. Ob es denn eine gute Entscheidung gewesen sei, fragt Zeus (Majd Feddah) Prometheus (Benjamin Radjaipour) immer und immer wieder, auf arabisch, englisch, dr\u00e4ngt, fleht und bleibt unverstanden \u2013 und wartet in sich ausdehnender Realzeit und Gegenw\u00e4rtigkeit, inmitten eines Stimmen- und Schriftgewirrs auf die Antwort, die nie gegeben werden wird. Stattdessen leidet Prometheus, in den L\u00fcften h\u00e4ngend, f\u00fcr Jahrtausende an den Kaukasus gefesselt, vom Kot der Greifv\u00f6gel \u00fcbergossen, der die Freiheit mehr f\u00fcrchtet als Zeus\u2019 Adler, der jeden Tag erneut von Prometheus Leber frisst. So die antike Vorlage, deren Auff\u00fchrung sich an <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Heiner_M\u00fcller\">Heiner M\u00fcller<\/a>s Text orientiert und in der Befreiung Prometheus\u2019, dem Stifter des freien Willens, die vollendete Emanzipation des Menschen bzw. den endg\u00fcltigen Fall der G\u00f6tter sieht.<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p>Prometheus habe allerdings mit den Menschen nicht nur ein neues Geschlecht erfunden, er gab auch dem Wahn eine eigene Gr\u00f6\u00dfe, der im <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Trojanischer_Krieg\">Trojanischen Krieg<\/a> (s)eine erste Geschichte fand: <span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><strong>II.&nbsp;<\/strong><b>Elektropop<\/b><\/p>\n<p>Nach 40 Minuten Pause wird zur zweite Trag\u00f6die des Abends, zu \u201eTroja. Der erste Krieg\u201c weitergereicht und damit vom Sprechtheater des 1. St\u00fcckes zum Pop-Ereignis \u00fcbergeleitet: Unter Verwendung des Versepos \u201e<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ilias\">Ilias<\/a>\u201c von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Homer\">Homer<\/a> (wahrscheinlich 8. Jhd. v. Chr.) wird die Materialschlacht der Schiffe, Soldaten, St\u00e4dte, K\u00e4mpfer und Verb\u00fcndeten etc. um Troja \u00fcber Mikrofone rezitiert und der tobend-kriegerische Druck durch Elektro-Beats (Jonas Holle), Live-Schlagzeug (Matze Pr\u00f6llochs), projizierten Visuals aus Text und Bild verdeutlicht: Das technoide Gerangel von Bild und Ton, inmitten von Landschaftsaufnahmen, 3-D-Animationen, Zeichnungen und Farbfeldrauschen, vorgetragen von beschrifteten Schauspielerk\u00f6rpern kulminiert in einer zertr\u00fcmmerten Projektionsfl\u00e4che \u2013 Troja liegt nach erz\u00e4hlten 10 Jahren Krieg, mehrfach ver\u00e4nderten Frontverl\u00e4ufen, Tricks und List in Schutt und Asche, w\u00e4hrend unmittelbar nach der Eroberung der Stadt K\u00f6nigin <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hekabe\">Hekabe<\/a>, ihre Schwiegertochter <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Andromache\">Andromache<\/a>, ihre Tochter <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kassandra_(Mythologie)\">Kassandra<\/a> und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Helena_(Mythologie)\">Helena<\/a> (Maja Beckmann, Gro Swantje Kohlhof, Wiebke Mollenhauer) noch einen feministischen Blick auf die wechselseitigen Entf\u00fchrungen der f\u00fcrstlichen Frauen und damit auf eine Dimension der Sinnlosigkeiten des Krieges werfen.<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p>Wie in einem Konzert von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kraftwerk_(Band)\">Kraftwerk<\/a> verbindet der Elektrosound die visuellen Ereignisse auf der B\u00fchne (Jonathan Mertz) mit der uniformen Kleidung der DarstellerInnen, den Flows der Visuals, der Life-Performance an den Reglern und am Schlagzeug (Matze Pr\u00f6llochs) und den glei\u00dfenden, minimalistischen Leuchtstoffr\u00f6hren horizontal entlang der Empore und vertikal h\u00e4ngend von der Decke.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3063\" src=\"http:\/\/artlabor.eyes2k.net\/wp-content\/uploads\/tt19_dionysos_stadt_c_julian_baumann_04_1536w.jpg\" alt=\"\" width=\"1536\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/artlabor.eyes2k.net\/wp-content\/uploads\/tt19_dionysos_stadt_c_julian_baumann_04_1536w.jpg 1536w, https:\/\/artlabor.eyes2k.net\/wp-content\/uploads\/tt19_dionysos_stadt_c_julian_baumann_04_1536w-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1536px) 100vw, 1536px\" \/><em>\u00a9 Julian Baumann, 2019.<\/em><\/p>\n<p><strong>III.&nbsp;<\/strong><b>Trash &amp; Reality Soap<\/b><\/p>\n<p>Die dritte Trag\u00f6die des Abends verbindet eine Mehrzahl textlicher Grundlagen: Aus \u201e<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Elektra_(Euripides)\">Elektra<\/a>\u201c, \u201eIphigenie\u201c und \u201eThyestes\u201c speist sich der Text, der hier als \u201eOrestie. Verfall einer Familie\u201c zusammengefasst ist und nach der \u00dcbergabe des Feuers an die Menschen und dem im Feuer abgebrannten Troja das Feuer in der famili\u00e4ren Gewalt m\u00fcndet. Nach Sprechtheater und Elektropop folgt nun auf \u00fcppiger B\u00fchne eine trashige Reality Soap, medialisiert mit Videoprojektionen in HD (Susanne Steinmasse) \u2013 und entfernt sich inhaltlich immer weiter von der eingangs heroischen Verk\u00fcndigung \u201eHere I am and be the master of my fate\u201c.<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p>Denn hier wird eine Beziehungstrag\u00f6die erz\u00e4hlt, die als ein Verh\u00e4ngnis aufgestellt ist, mit dem immer gleichen Ergebnis. Alle Versuche, der Gewalt zu entkommen und dem Untergang zu entgehen, scheitern: Der R\u00fcckkehrer aus dem Trojanischen Krieg <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Agamemnon\">Agamemnon<\/a> wird von seiner Gattin <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Klytaimnestra\">Klytaimnestra<\/a> und ihrem Geliebten <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Aigisthos\">Aigisthos<\/a> erschlagen, Klytaimnestra r\u00e4cht damit den Tod ihrer Tochter <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Iphigenie\">Iphigenie<\/a>. Klytaimnestra wiederum wird von ihrem Sohn <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Orestes\">Orest<\/a> und ihrer Tochter <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Elektra_(Mykene)\">Elektra<\/a> erschlagen, ebenso deren Geliebter Aigisthos. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Atreus\">Atreus<\/a>, Agamemnos Vater, wiederum, \u00fcbt Rache an <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Thyestes\">Thyestes<\/a>, indem er ihm dessen S\u00f6hne zum vermeintlichen Vers\u00f6hnungsmahl vorsetzt \u2013 eine undurchdringliche und beinahe unerz\u00e4hl- und unaufstellbare Familiengeschichte.<\/p>\n<p>Die famili\u00e4re Hochzeitsfeier (von Elektra und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pylades\">Pylades<\/a>), im Rahmen derer alle Familienmitglieder im Hause der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Atridenfluch\">Atriden<\/a> aufeinander treffen, wird bei griechischem Wein, bei Oliven und Musik auf den Tr\u00fcmmern Trojas inszeniert. Das Zusammentreffen wird zu einem Wahnspektakel aller Beteiligter, auch das Publikum wird in den Amoklauf und zuvor in die Party einbezogen. Bevor sich die Familie im <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Atridenfluch\">Atridenfluch<\/a>&nbsp;bei&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Udo_J\u00fcrgens\">Udo J\u00fcrgens<\/a>\u2019 \u201eGriechischer Wein\u201c gegenseitig ausmerzen wird, verk\u00fcnden die G\u00f6tter die Unterbrechung der menschlichen Rachespirale, die durch Emotionen und Affekte immer wieder gef\u00fcttert wird: Rache solle fortan zum Recht f\u00fchren.<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3064\" src=\"http:\/\/artlabor.eyes2k.net\/wp-content\/uploads\/tt19_dionysos_stadt_c_julian_baumann_03_1536w.jpg\" alt=\"\" width=\"1536\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/artlabor.eyes2k.net\/wp-content\/uploads\/tt19_dionysos_stadt_c_julian_baumann_03_1536w.jpg 1536w, https:\/\/artlabor.eyes2k.net\/wp-content\/uploads\/tt19_dionysos_stadt_c_julian_baumann_03_1536w-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1536px) 100vw, 1536px\" \/><em>\u00a9 Julian Baumann, 2019.<\/em><\/p>\n<p><strong>IV.&nbsp;<\/strong><b>Zidane<\/b><\/p>\n<p>Im vierten Teil des Abends mit dem Titel \u201eWas hat das mit Dionysos zu tun?\u201c kicken sieben der acht Darsteller des Abends (Maja Beckmann, Majd Feddah, Nils Kahnwald, Gro Swantje Kohlhof, Wiebke Mollenhauer, Jochen Noch und Benjamin Radjaipour) gemeinsam als <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Satyr\">Satyrne<\/a> zu sph\u00e4rischen Synthiepop-Kl\u00e4gen und Life-Percussion eine knappe halbe Stunde schweigend auf gr\u00fcnem Rasen. Denn, so die historische Referenz, im antiken Griechenland wurde nicht nur das Theater, sondern auch das <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Olympische_Spiele_der_Antike\">Sportfest<\/a> erfunden. Und obwohl beide Festivit\u00e4ten \u00e4hnliche gesellschaftliche Funktionen wie die Herstellung von \u00d6ffentlichkeit oder das religi\u00f6se Zelebrieren hatten, zeigen diese Szenen, dass das Schauspiel zwar den Sport in Szene setzen kann, der Sport das Schauspiel aber au\u00dfer Kraft setzt.<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p>Parallel wird der Essay \u201eLa M\u00e9lancholie de Zidane\u201c des belgischen Schriftstellers<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jean-Philippe_Toussaint\"> Jean-Philippe Toussaint<\/a> in deutscher \u00dcbersetzung (2006) rezitiert, der den Kopfsto\u00df <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zin\u00e9dine_Zidane\">Zin\u00e9dine Zidanes<\/a> 2006 im Berliner Olympiastadion metaphysisch erh\u00f6ht. Prosaisch, romanhaft, ambivalent sei der Moment gewesen, in dem Zidane im Endspiel der Fussballweltmeisterschaft gegen Italien seinen Gegenspieler Marco Materazzi in der 109. Minute nach einer angeblichen verbalen Provokation einen Kopfsto\u00df verpasste. Zidane h\u00e4tte nicht anders gekonnt, er sei \u00fcberfordert gewesen, in seinem letzten Spiel den bereits angek\u00fcndigten Abschied von seiner Karriere als Profi zu nehmen. Eine rote Karte verwies ihn nicht nur des Spiels, sondern wies ihn in die Schranken seines Schicksals. Sch\u00f6nheit und Schw\u00e4rze, Gewalt und Leidenschaft seien in diesem ikonischen Moment aufeinander getroffen, Zidane, so der Text, h\u00e4tte sich ganz als ein antiker Held ausgewiesen &#8211; \u00fcbrigens als <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Headbutt_(sculpture)\">f\u00fcnf Meter hohe, aus Bronze gefertigte Skulptur von Adel Abdessemed (2012)<\/a> im Arabischen Museum f\u00fcr Moderne Kunst in Doha zu sehen.<\/p>\n<p>\u201eEs scheint, als g\u00e4be es diese Sehnsucht nach Hilfe von au\u00dfen oder oben noch immer\u201c, hei\u00dft es ern\u00fcchternd im Programmheft \u2013 und das Ensemble sitzt gemeinsam mit dem Publikum und bewundert das Schlussbild der aufgehenden Sonne, die, wie wir seit <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Galileo_Galilei\">Galileo Galilei<\/a> wissen, niemals auf- oder untergeht\u2026 Was also hat es eigentlich auf sich mit der immer wieder beschworenen Selbsterm\u00e4chtigung des Menschen?<\/p>\n<p><b>Nachtrag<\/b><\/p>\n<p>Das Festspielhaus bzw. das Theatertreffen bietet ein offenes WLAN an. Wie der <a href=\"https:\/\/bachmannpreis.orf.at\">Bachmann-Bewerb in Klagenfurt<\/a> verf\u00fcgt das Festspielhaus nun \u00fcber einen sommerlich m\u00f6blierten Garten-Bereich. Die TheaterbesucherInnen k\u00f6nnen unter Sonnenschirmen auf wei\u00dfen Gartenb\u00e4nken sitzen und in den Programmheften als begleitendem Medium lesen. Und: Zu viele Pausen (insgesamt 3 Stunden, zu wenig Spielzeit (insgesamt 7 Stunden), kein Marathon, sondern vergn\u00fcgliche Beanspruchung in Form einer installativen Gattungsmontage. So hielt auch der Studierende schlie\u00dflich mit 50 Euro belohnt bis zum Ende durch.<\/p>\n<p>Weitere Besprechungen <a href=\"https:\/\/nachtkritik.de\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=15919:dionysos-stadt-christopher-ruepings-zehnstuendiger-ritt-durch-die-topoi-der-antike-bereitet-den-muenchner-kammerspielen-ein-grosses-theatererlebnis&amp;catid=99:muenchner-kammerspiele&amp;Itemid=100190\">hier<\/a><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/049a9d5de6364c1a887592cd67a46d0c\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>I.&nbsp;Sprechtheater Noch bevor die 10 Stunden Antike &#8222;Dionysos Stadt&#8220; &nbsp;in der Regie von Christopher R\u00fcping auf der B\u00fchne des Berliner Festspielhauses starten, entfaltet Nils Kahnwald im Prolog der St\u00fcckmontage ein zu bef\u00fcrchtendes Ausma\u00df der n\u00e4chsten 10 Stunden:&nbsp; In den hell erleuchteten Zuschauerraum, die 4. Wand durchbrechend, referiert er \u00fcber den zu erwartenden Ablauf, die 3 &hellip; <a href=\"https:\/\/artlabor.eyes2k.net\/?p=3061\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">7+3 Stunden Antikenplot in installativer Gattungsmontage<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,4],"tags":[529,527,228,534,528,532,530,117,531,533],"class_list":["post-3061","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-artallgemein","category-artservice","tag-christopher-rueping","tag-dionysos-stadt","tag-festspielhaus","tag-kraftwerk","tag-muenchner-kammerspiele","tag-orestie","tag-prometheus","tag-theatertreffen","tag-troja","tag-zidane"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/artlabor.eyes2k.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3061","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/artlabor.eyes2k.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/artlabor.eyes2k.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/artlabor.eyes2k.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/artlabor.eyes2k.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3061"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/artlabor.eyes2k.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3061\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3549,"href":"https:\/\/artlabor.eyes2k.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3061\/revisions\/3549"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/artlabor.eyes2k.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3061"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/artlabor.eyes2k.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3061"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/artlabor.eyes2k.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3061"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}