{"id":2845,"date":"2017-11-28T22:03:06","date_gmt":"2017-11-28T21:03:06","guid":{"rendered":"http:\/\/artlabor.eyes2k.net\/?p=2845"},"modified":"2021-06-16T14:08:36","modified_gmt":"2021-06-16T13:08:36","slug":"koloniale-gegenwarten-zu-milo-raus-kongo-tribunal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/artlabor.eyes2k.net\/?p=2845","title":{"rendered":"Koloniale Gegenwarten. Zu Milo Raus Kongo-Tribunal"},"content":{"rendered":"<p>Die Eingangssequenz des Filmes zeigt eine sattgr\u00fcne, \u00fcppige, wundersch\u00f6n geomorphologisch geschwungene Hochebene aus der Vogelperspektive, ungeschnitten aufgenommen als extremely long shot (Panorama), wie sie ein Touristikwerbevideo nicht besser h\u00e4tte in Szene setzen k\u00f6nnen. Mit dieser Master Szene, die gleichzeitig als \u00dcbersichtseinstellung (establishing shot) dient und in die alle weiteren Szenen hineingeschnitten sind, ist der Handlungsrahmen des Filmes und der Grundkonflikt des Gesamtprojektes \u201e<a href=\"http:\/\/www.the-congo-tribunal.com\">Das Kongo Tribunal<\/a>\u201c benannt:<\/p>\n<p>Wie ist es m\u00f6glich, dass die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Demokratische_Republik_Kongo\">Demokratische Republik Kongo<\/a>, die zu den rohstoffreichsten L\u00e4ndern der Welt geh\u00f6rt (Diamanten, Gold, Kupfer, Mangan, Blei, Zink und Zinn) und mit ihren Coltan-, Wolframit und Kassiterit-Vorkommen, die f\u00fcr die Produktion eines nahezu jeden elektronischen Ger\u00e4tes ben\u00f6tigt werden und daher im Ostkongo seit etwa 20 Jahren zu einem Boom, manche schreiben sogar von einem Goldrausch, f\u00fchrten, zu den \u00e4rmsten L\u00e4ndern der Welt geh\u00f6rt, das im <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Demokratieindex#Platzierungen_.282014.29\">Demokratieindex von 2014<\/a> &nbsp;auf Platz 162 von 167 lag und im <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Index_der_menschlichen_Entwicklung#Mittlere_menschliche_Entwicklung\">Index der menschlichen Entwicklung der Vereinten Nationen 2016<\/a> &nbsp;auf Platz 135 von 188? 7 Millionen Toten werden seit 1996 gesch\u00e4tzt, die Rede ist von jahrzehntelanger Ausbeutung, Korruption und B\u00fcrgerkriegen, Importwirtschaft, Staatsverschuldung, vernachl\u00e4ssigter Infrastruktur, mangelnder Informations- und Pressefreiheit\u2026 <a href=\"http:\/\/www.ohchr.org\/EN\/Countries\/AfricaRegion\/Pages\/RDCProjetMapping.aspx\">Der Mapping-Report der Vereinten Nationen<\/a> z\u00e4hlte zwischen 1993 und 2003 \u00fcber 600 <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/DRC_Mapping_Exercise_Report\">Menschenrechtsverletzungen im Kongo<\/a>, dazu z\u00e4hlten Massaker, systematische T\u00f6tungen und Genozide.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2846\" src=\"http:\/\/artlabor.eyes2k.net\/wp-content\/uploads\/2017_KongoTribunal.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"337\"\/><i>Spiegelung der Diskussionsteilnehmer im Anschluss an die Filmvorf\u00fchrung am 18.11.2017 an der Berliner Schaub\u00fchne.<\/i><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Ein- und Ausgangsthese von Film und Projekt hei\u00dft damit: \u201e<a href=\"https:\/\/www.nachtkritik.de\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=14626:kongo-tribunal-milo-raus-dokumentarfilm-ueber-seinen-fiktiven-gerichtshof-in-bukavu-und-berlin-zur-untersuchung-von-verbrechen-im-ostkongo&amp;catid=640&amp;Itemid=100088\">da, wo der Erdboden am reichsten ist, und die Menschen am \u00e4rmsten<\/a>\u201c und ist erstens als Gegen\u00fcberstellung fortan im Film nicht (mehr) zu \u00fcberwinden, f\u00fchrt zweitens dazu aus, dass statt von einem Postkolonialismus angesichts des Neokolonialismus&#8216; keine Rede sein kann, dass drittens unaufl\u00f6sbare Verwicklungen zwischen Kolonisatoren und Kolonisierten existieren und dass viertens damit grundlegende epistemische Verschiebungen vorgenommen werden und zwar durch den Einsatz k\u00fcnstlerischer Mittel.<\/p>\n<p>Am Samstagabend, 18. November 2017, f\u00fchrte der Schweizer Theater- und Filmemacher <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Milo_Rau\">Milo Rau<\/a> im Anschluss an die Filmvorf\u00fchrung des \u201eKongo-Tribunals\u201c an der <a href=\"https:\/\/www.schaubuehne.de\">Berliner Schaub\u00fchne<\/a> in gr\u00f6\u00dferer Runde dazu aus, dass er Zusammenh\u00e4nge, die \u00fcberkomplex und nicht darstellbar sind oder zu sein scheinen, in einen Zusammenhang, einen Raum und\/oder ein Format bringt, um ihnen genau hier zu begegnen. Das sei auch die k\u00fcnstlerische und dramaturgische St\u00e4rke des Tribunal-Formats, mit dem er sich in die Reihe des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/N\u00fcrnberger_Prozesse\">N\u00fcrnberger Tribunals<\/a> 1945\u201349, des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Russell-Tribunal\">Vietnam-Tribunals<\/a> (1966\u201367, initiiert von Jean-Paul Satre und Bertrand Russell in London, Stockholm und Roskilde), des<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/World_Tribunal_on_Iraq\"> Irak-Tribunals<\/a> (2003\u201305 in Berlin, London, Mumbai, Br\u00fcssel \u2026, initiiert von Arudhati Roy) und des <a href=\"http:\/\/www.kritisches-netzwerk.de\/forum\/russell-tribunal-zu-palaestina-untersuchung-des-verbrechens-des-genozids-gaza\">Pal\u00e4stina-Tribunals<\/a> (2014 in Br\u00fcssel) stellen m\u00f6chte. Hieran zeigt sich, dass Rau sich in Tradition derjenigen Untersuchungen sieht, die erstens von Philosophen, Schriftstellern, Friedensaktivisten und Wissenschaftlern einberufen wurden und die zweitens \u00fcber keine Mittel zur Durchsetzung ihrer Beschl\u00fcsse verf\u00fcgen. Die N\u00fcrnberger Prozesse (nicht Tribunal!) fallen allerdings nicht in diese Reihe, da sie durch einen eigens von den alliierten Siegerm\u00e4chten eingerichteten Ad-hoc-Strafgerichtshof, dem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Internationaler_Milit\u00e4rgerichtshof\">Internationalen Milit\u00e4rgerichtshof<\/a> stattfanden, der rechtshistorisch als Vorl\u00e4ufer des Strafgerichtshofs <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Internationaler_Strafgerichtshof_f\u00fcr_das_ehemalige_Jugoslawien\">f\u00fcr das ehemalige Jugoslawien <\/a>&nbsp;und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Internationaler_Strafgerichtshof_f\u00fcr_Ruanda\">f\u00fcr Ruanda<\/a> gilt.<\/p>\n<p>Rau verweist auf das Fehlen eines Tribunals zum Einmarsch der Sowjetunion in Afghanistan und Tschetschenien und auch eines das Ruanda-Tribunal komplettierende Burundi- und Kongo-Tribunal und markiert damit die Leerstellen der (noch) zu untersuchenden Kriegsverbrechen. Hier scheiterte bisher der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Internationaler_Gerichtshof\">Internationale Gerichtshof der UN in Den Haag<\/a> &nbsp;ganz offensichtlich an seinem Ziel, V\u00f6lkerrechtsverletzungen einem Gerichtsverfahren zu unterwerfen und damit der Straflosigkeit im Bereich von Verbrechen gegen die Menschlichkeit und V\u00f6lkermord ein Ende zu setzen \u2013 auch aus dem Grunde, da die USA, Russland, China u. a. die Gerichtsbarkeit des IGH nicht qua einer sog. Unterwerfungserkl\u00e4rung <a href=\"http:\/\/www.icj-cij.org\/en\/declarations\">anerkannt haben<\/a>, obwohl alle Mitgliedsstaaten der UN &nbsp;automatisch als Vertragsparteien des Statuts des IGH gelten.<\/p>\n<p>Das Kongo-Tribunal ist mittlerweile zu einem multimediales Gesamtprojekt (k\u00fcnstlerische Leitung: Milo Rau, Dramaturgie: Eva-Maria Bertschy) angewachsen und besteht aus einem mehrt\u00e4gigen Hearing in Bukavu (Hauptstadt der Provinz S\u00fcd-Kivu, Ostkongo, am <a href=\"https:\/\/fr.wikipedia.org\/wiki\/Coll\u00e8ge_Alfajiri\">Coll\u00e8ge Alfajiri<\/a>), einem zweiten Hearing in den <a href=\"http:\/\/www.sophiensaele.com\">Sophiens\u00e4len Berlin<\/a>, aus Zeichnungen von Yves Kulondwa (publiziert im Programmheft \u201eDas Kongo Tribunal\u201c, das zur Filmvorf\u00fchrung in der Berliner Schaub\u00fchne herausgegeben wurde), einem Film, einem Buch, einer <a href=\"http:\/\/www.the-congo-tribunal.com\">Webseite<\/a> und einer VR-Installation. Ungeplant hat sich in der Folge der gemeinn\u00fctzige Verein \u201e<a href=\"http:\/\/www.doctivism.org\">Doctivism<\/a>\u201c gegr\u00fcndet, der k\u00fcnstlerische, soziale und politische Projekte in eine Verbindung mit dem Format des Dokumentarfilms bringen und zun\u00e4chst ein erstes Folgeprojekt unterst\u00fctzten will: Der kongolesische Menschenrechtsanwalt Sylvestre Bisimwa, der in dem Tribunal als Untersuchungsleiter auftrat, wird ab 2018 gemeinsam mit Prince Kihangi, Anwalt f\u00fcr Bodenrecht und Mitglied der Jury des Tribunals in Bukavu, nach dem Vorbild des Kongo-Tribunals f\u00fcnf weitere zivilgesellschaftliche Tribunale stattfinden lassen, um \u00fcber diesen Weg der Straflosigkeit in der Demokratischen Republik Kongo zu begegnen und einen Teil von bereits registrierten, aber noch nicht geahndeten Verbrechen aufzuarbeiten und zu dokumentieren. Ziel sei, bei den Betoffenen die Last zu verringern und ein Vertrauen in eine Gerichtsbarkeit zu entwickeln, um im besten Fall mithilfe der internationalen Gemeinschaft ein unabh\u00e4ngiges Tribunal f\u00fcr den Kongo einzurichten. Hierf\u00fcr werden zun\u00e4chst DVDs des Films mit einem Suaheli-Voiceover erstellt.<\/p>\n<p>In den Hearings des Kongo-Tribunals trafen die verschiedensten Beteiligten und Beobachter im Rahmen einer inszenierten Gerichtsverhandlung und der hier verhandelten F\u00e4lle aufeinander: Umgesiedelte und enteignete Kleinbergbauern, lokale Unternehmer und Coltan-Sch\u00fcrfer, Lokalpolitiker und Regierungsbeamte, Polizisten und aufst\u00e4ndische Milizion\u00e4re, Menschenrechtsaktivisten und Anw\u00e4lte machten ihre Aussagen vor einer sogenannten Jury (die sich in Bukavu und in Berlin unterschied) und einem Hohen Gericht, das von Jean-Louis Gilissen, Experte f\u00fcr Internationales Strafrecht, vorsitzend geleitet wurde. Abwesend blieben trotz Einladung die Vertreter der abbauenden, multinationalen Unternehmen, etwa des kanadischen Start-Ups&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.banro.com\">Banjo<\/a> oder von&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.alphaminresources.com\">MPS Alphamin<\/a>. Beide Unternehmen sind von der kongolesischen Regierung f\u00fcr die Zeit des Minenbetriebs steuerbefreit; die gesetzlichen Regelungen (OECD-Richtlinien f\u00fcr sog. Konfliktmineralien, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dodd\u2013Frank_Act\">Dodd-Frank Act<\/a>), die den Unternehmen, die sog. Konfliktmineralien verwenden, eine Dokumentations- und Publizit\u00e4tsverpflichtung auferlegen, um sicherzustellen, dass die bewaffneten Konflikte in der DRC nicht durch Rohstoffe finanziert werden, dienten, so die Anwesenden der Hearings und der Filmpr\u00e4sentation lediglich der Industrie. Au\u00dferdem fehlten Vertreter der Weltbank, deren F\u00f6rderrolle in dem Komplex nicht zu ignorieren ist und (zumindest in Bukavu) Vertreter der UNO, denen vorgeworfen wird, Hilfe verweigert zu haben.<\/p>\n<p>Dem anwesenden Publikum, der Zivilgesellschaft wurde abschlie\u00dfend die M\u00f6glichkeit gegeben, sich an der Debatte zu beteiligen. Denn: das Tribunal sollte der \u00f6ffentlichen Debatte dienen und, wie es in der Erkl\u00e4rung der Menschenrechte und in der Verfassung der DRC verbrieft ist, eine Freiheit der Rede praktizieren. Ziel des Tribunals war, so Rau, denjenigen eine Stimme zu erm\u00f6glichen, die bisher ungeh\u00f6rt sind: der kongolesischen Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p>Und obwohl Rau immer wieder den symbolischen Gehalt des Tribunals betont (\u201eIt is a symbolic tribunal, a court of the people and for the people, who is ultimately only responsible to the eyes of the public opinion\u201c) und die Hearings selbst von Anweisungen des Regisseurs Rau unterbrochen werden (\u201eRuhe bitte.\u201c \u201eAufnahme l\u00e4uft\u201c, \u201eAction!\u201c), also eines selbstrererenzielle Ebene in Bezug auf das Medium Film in die Wahrnehmung eingezogen wird, statt sie zu verdecken, wurden in der Folge der Innenminister und der Minenminister der DRC entlassen, zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt trat der Gouverneur der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sud-Kivu\">Provinz S\u00fcd-Kivu<\/a>&nbsp;Marcellin Cishambo zur\u00fcck: Ein fiktives Tribunal, das real ist und real wirkt.<\/p>\n<p>Die Frage, ob es sich hierbei um Postkolonialismus oder Neokolonialismus handele, wurde bereits w\u00e4hrend des Produktionsprozesses (von <a href=\"https:\/\/nachtkritik.de\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=11035:kritik-der-eroeffnungsrede-des-kongo-tribunals-von-milo-rau-in-bukavu-am-29-mai-2015&amp;catid=101&amp;Itemid=84\">Esther Slevogt&nbsp;<\/a>und <a href=\"https:\/\/nachtkritik.de\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=11175:das-kongo-tribunal-in-den-berliner-sophiensaelen-langt-milo-rau-in-die-duestere-wirklichkeit-der-globalisierten-wirtschaft&amp;catid=38:die-nachtkritik-k&amp;Itemid=40\">Sophie Dieselhorst<\/a>) diskutiert. Denn&nbsp;zwischen den Kolonisatoren und den Kolonisierten sind, wie bereits <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gayatri_Chakravorty_Spivak\">Gayatrik Spivak<\/a> herausarbeitete, Komplizenschaften zu beobachten: So liegt das \u00a9 des Films bei der Schweizer <a href=\"http:\/\/www.langfilm.ch\">Bernhard Lang AG<\/a> (Produzent von Spiel- und Dokumentarfilme) und werden die folgenden Tribunale im Ostkongo von der <a href=\"http:\/\/www.fruitmarket.de\">Fruitmarket Filmproduktion<\/a> unterst\u00fctzt. Mit der deutschen Fruitmarket Kultur &amp; Medien GmbH (Produzent von hochwertigen Dokumentarfilmen), dem <a href=\"http:\/\/international-institute.de\">International Institute of Political Murder<\/a> und der Kongo Tribunal Transmedia, neu jetzt auch mit Doctivism e. V. in Gr\u00fcndung sind Netzwerkarchitekturen gebaut, die auf ihre Zusammenh\u00e4nge zu untersuchen w\u00e4ren. Rau dazu: \u201eWas wir mit dem \u201aKongo-Tribunal\u2018 machen, ist kapitalistischer Realismus in Reinform\u201c und nimmt rhetorisch klug jede m\u00f6gliche Kritik vorweg. Der Soziologe <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Harald_Welzer\">Harald Welzer<\/a>, der sich neben anderen (wie der Rechtsanwalt <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wolfgang_Kaleck\">Wolfgang Kaleck<\/a>) im Anschluss an die Filmvorf\u00fchrung an der Berliner Schaub\u00fchne \u00e4usserte, hielt sich in dem vom ihm bereits beim <a href=\"https:\/\/nachtkritik.de\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=11175:das-kongo-tribunal-in-den-berliner-sophiensaelen-langt-milo-rau-in-die-duestere-wirklichkeit-der-globalisierten-wirtschaft&amp;catid=38:die-nachtkritik-k&amp;Itemid=40\">Berliner Hearing<\/a> angesprochenen Verantwortungskomplex auf: Die \u201edouble speech\u201c der westlichen Gesellschaft gehe nicht mehr durch, sie falle ihr selbst auf die F\u00fc\u00dfe&#8230;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/a14adaa48f254935a6ff1c5d9d31f478\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Eingangssequenz des Filmes zeigt eine sattgr\u00fcne, \u00fcppige, wundersch\u00f6n geomorphologisch geschwungene Hochebene aus der Vogelperspektive, ungeschnitten aufgenommen als extremely long shot (Panorama), wie sie ein Touristikwerbevideo nicht besser h\u00e4tte in Szene setzen k\u00f6nnen. 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